Tierisch was los im Tierpark Germendorf

Viele Gehege werden in diesem Jahr vergrößert, damit es die 650Tiere noch schöner haben – 200 000 Euro Spendengelder stehen dafür bereit

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Von Jeannette Hix
Germendorf | Die Spatzen pfeifen es längst von den Dächern: Nachdem das Team vom Tierpark Germendorf schon letztes Jahr rund 200 000 Euro in neue Straßen, in ein neues Toilettenhaus und neue Ställe investiert hat, nimmt es jetzt noch mal 200 000 Euro in die Hand. Jetzt fließt das Spendengeld in die Vergrößerung von vielen Gehegen beziehungsweise in den Umbau. Spielt das Wetter mit, könnten schon nächste Woche die ersten Baumaßnahmen starten. „Los geht es mit dem Schlangenhaus am Gehege der Totenkopf- und Weißpüschel-Affen“, sagt Tierparkchef Torsten Eichholz (52).

Nach dem Umbau vom Schlangenhaus sollen sich die zwei Pythons richtig recken und strecken können. Besonders der knapp sechs Meter lange Albino-Python wird das zu schätzen wissen. Geplant ist, das Schlangenhaus um zwei Meter nach außen, Richtung Weg, zu vergrößern. In dem neuen „begehbaren Terrarium“ ziehen dann auch die Spinnen und die Schnappschildkröten ein. 5000 Euro Spendengelder stehen für den Umbau bereit. Im Zuge der Baumaßnahme soll dort auch noch eine weitere Affenart angesiedelt werden. „Welche Affen das sein werden, wissen wir noch nicht“, sagt Torsten Eichholz.

Auch die Steinkäuze kriegen bald Gesellschaft – eine spezielle Uhu-Art soll noch angeschafft werden.“

Bei den Soayschafen wird der Umzugskarton auch langsam gepackt. Die Schafe ziehen vom See zum Ziegenstall und leisten den Hühnern und Schweinen Gesellschaft. Grund des Umzugs ist, dass es direkt am See für die Schafe zu laut wegen der vielen Besucher war.

Die freie Stelle am See ist auch schon verplant. Hier kommt in den nächsten zwei Jahren eine 35 Meter lange Riesen-Wasser-Rutsche hin. Den sogenannten Nautic-Jet hat der Tierpark-Chef selbst bei Köln getestet und war begeistert.

Die Lamas schließen schon heimliche Bunde mit den Alpakas. Die spuckenden Gesellen ziehen rüber zu den Wolllieferanten aus den südamerikanischen Anden. Weil sich die verschiedenen Arten nicht grün sind, werden sie in getrennten Gehegen untergebracht, die jeweils von jetzt über 100 Quadratmeter noch deutlich vergrößert werden. „So haben die lauffreudigen Tiere mehr Platz“, sagt Eichholz.

Bei den Flamingos ist demnächst Energiesparen angesagt. Das Haus wird energiesparend umgebaut und gedämmt. So haben es die Vögel wärmer.

Das Damwild soll künftig, statt in aller Öffentlichkeit im Dinopark, hinten auf dem abgetrennten Wirtschaftsgelände Hochzeit halten. „Wenn die Böcke in Paarungsstimmung sind, fressen sie alles, was in ihrem Gehege landet – vom Plastikbeutel bis zur Gabel. Unglaublich, was einige Besucher da alles ins Gehege werfen“, ärgert sich Torsten Eichholz. Tiere mussten schon eingeschläfert werden, weil sie Unmengen von Müll im Magen hatten. Durch den Umzug erhoffen sich die 38 Tierpark-Mitarbeiter, dass das Damwild nicht mehr mit dem Müll der Besucher konfrontiert wird.

Große Pläne hat der Tierparkchef auch mit dem Dinopark. Die etwa vier Meter große Riesen-Spinne wird so umgebaut, dass ihre Augen rot leuchten und sie auch ihre Riesen-Tentakel bewegen kann. „Da werden wohl einige zarte Gemüter ganz schön ins Grübeln kommen, wenn sich das Riesen-Ding plötzlich bewegt.“

Auch neue Dinos sollen angeschafft werden. Und schon bald könnte auch eine Kindereisenbahn durch den Tierpark rollen.

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