Auf Futtertour im Tierpark Germendorf

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Auch wenn der beliebte Freizeitpark vom Corona-Lockdown betroffen ist heißt es die vorhandenen Tiere jeden Tag zu füttern und die Gehege zu säubern

Germendorf. Kalt ist es an diesem Montagmorgen, die Nacht war pechschwarz und nebelig, man sieht kaum die Hand vor dem eigenen Gesicht. Doch auf dem Wirtschaftshof des Germendorfer Tierparks herrscht schon Hochbetrieb, auch wenn der neue Tag erst ein paar Stunden alt ist. Immer wieder fahren kleine Transportwägelchen über den Hof, in den Küchen brennt hell das Licht und viele fleißige Hände schnippeln, schneiden und schälen Obst, Gemüse, Fleisch und andere Köstlichkeiten für die Tiere des Hauses. Zwar ist der beliebte Freizeitpark im Oranienburger Ortsteil seit einigen Wochen geschlossen durch den Corona-Lockdown, doch die vielen Tiere des Tierparks müssen dennoch jeden Tag gefüttert werden und die Gehege müssen durch die Tierpfleger gesäubert werden. Die MAZ begleitete die Tierpflegerinnen Angelina und Franzi auf einer solchen Futtertour.

45 Mitarbeiter umfasst das Germendorfer Tierparkteam, darunter sind zwei gelernte Tierpfleger und fünf Auszubildende. „Wir starten meistens um sieben Uhr morgens und so eine Futtertour inklusive Reinigung der Gehege dauert schon seine fünf, sechs Stunden“, berichtet Franzi, die seit September in Germendorf tätig ist. Die gelernte Zootierpflegerin arbeitete zuvor im Jaderpark an der Nordsee. „Es gibt drei Bereiche bei uns, den Außenring, den Innenring und den Mittelring“, erklärt Azubi Angelina. „Im Außenring sind eher die größeren Tiere wie Rinder, Antilopen und Zebras. Im sogenannten Innenring sind Affen, Flamingos oder auch unsere Luchse. Im Mittelring sind dann Kaninchen, Füchse oder Kängurus“, ergänzt Franzi, während Sie die vollgepackten Eimer mit Leckereien in das elektrische Gefährt packt. Die MAZ darf an diesem Morgen über die Schulter der beiden Tierpflegerinnen im Innenring schauen.

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„Tierpflegerin zu werden ist mein absoluter Traumberuf, auchv wenn es sicherlich ab und an mal etwas anstrengend ist“, berichtet die 19-jährige Angelina aus Hennigsdorf. Erster Halt der Futtertour ist das Affenhaus, in dem die Weißbüscheläffchen und die Totenkopfaffen schon ungeduldig auf die erste Mahlzeit des Tages warten. Zweimal am Tag werden die meisten Tiere gefüttert. „Wir versuchen dabei nicht immer zur gleichen Zeit die Fütterung durchzuführen, es soll kein Rhythmus entstehen“, erzählt Franzi. Für die Totenkopfaffen sind unter anderem Gemüse und Ei im Eimer, die Weißkopfäffchen bevorzugen dagegen Insekten. Zunächst jedoch müssen die beiden Tierpflegerinnen die Gehege säubern. „Wir machen jeden Tag sauber“, erklärt Franzi und berichtet zugleich wer am ordentlichsten ist und wer eher nicht. „Sehr saubere Tiere sind die Kamele, Hochland-Rinder dagegen hinterlassen schon viel Dreck.“

Nachdem die Affen gesättigt sind geht es weiter zu den Schlangen und den Leguanen. „Gerade bei den Schlangen ist es wichtig immer darauf zu achten, dass man die Gitter richtig zumacht. Nicht das man am nächsten Tag eine böse Überraschung erlebt und eine Schlange vor einem liegt“, mahnt Franzi und prüft alle Gitter sorgfältig. Weiter geht es zu den Flamingos. Franzi öffnet die Tür, doch so wirklich trauen sich die geschmeidigen Tiere noch nicht ins Freigehege. Erst nach dem der erste mutige Flamingo den Weg nach draußen findet, folgen die anderen sofort. Etwas maulig am frühen Morgen ist einer der Waschbären des Tierparks. Während er seine Mahlzeit verspeist knurrt er fortlaufend. Doch die beiden Tierpflegerinnen sehen das gelassen. „Es kann schon mal sein das er dir auch am Bein hängt, aber so ist das halt“, berichtet Angelina schmunzelnd. Wütend macht die beiden Tierpflegerinnen dagegen das Verhalten einiger Tierparkbesucher. „Immer wieder kommt es vor das Besucher die Tiere füttern, obwohl dies untersagt ist. Das ist schon sehr ärgerlich“, so Franzi, die auch berichtet das sogar schon Schildkröten aus dem Gehege gestohlen wurden oder Hausschildkröten heimlich von Besuchern mitgebracht wurden und ins Gehege gelegt wurden.

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Inmitten der Corona-Pandemie musste der Tierpark in Germendorf ab November erneut schließen, bereits im ersten Lockdown war der Tier- und Freizeitpark für mehrere Monate geschlossen. „Wir sind aber sehr gerührt und unglaublich dankbar wie viele Futterspenden uns erreichen“, zeigt sich Chef Torsten Eichholz glücklich über die Hilfe für seinen Tierpark. Auch für die beiden Tierpflegerinnen Franzi und Angelina steht das Wohl der Tiere an erster Stelle. „Auch wenn der Park zu ist, Hunger haben die Tiere dennoch.“

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